lang-de
English
Nederlands
Français
Italiano
Español

Warenkorb

Menü
Trimmen

Alles, was Sie über Trimmhilfen & -ausrüstung wissen müssen

Der Begriff „Trimmen“ in Zusammenhang mit Segelyachten bedeutet das Anpassen der Segel an die aktuell gegebenen Windverhältnisse, also an die Windrichtung sowie die Windgeschwindigkeit. SVB bietet Ihnen performante Trimmhilfen und Trimmausrüstung, die eine optimierende Einstellung der Profiltiefe der Segel (also sozusagen der 3. Dimension des Segels), ihren Anstellwinkel und den Twist – also die Verdrehung des Segels – ermöglichen und auch die Handhabung der Segel und den Vortrieb Ihrer Yacht verbessern. Da moderne Yachten heutzutage zumeist nur noch mit einer soliden Grundausstattung ausgeliefert werden, gibt es oft viel Nachrüstungsbedarf um auch bei wechselnden Winden und rauer See mit Freude und wenig Kraftaufwand rauszufahren. Stagspanner, Traveller- & Reffsysteme, Großschotsysteme und Rodkicker zur Ausrüstung Ihrer Segelyacht finden Sie in unserer Kategorie Deck.

Die nötigen Handgriffe am Segel erfolgen über einen veränderten Trimm am Rigg, eine Anpassung der Liekspannung und der Position der Schothörner der Segel. Voraussetzung für einen effektiven Trimm unter Segeln und schwankenden Windverhältnissen ist die richtige Grundeinstellung der Neigung des Mastes nach Achtern – dem sogenannten Mastfall – sowie der Spannung auf den Drähten. Eine gute Spannung der Wanten und Stagen ist gegeben, wenn der Mast einen leicht achterliehen Fall aufweist und am Wind in sich gerade steht. Natürlich ist es, bedingt durch den Reck der Materialien sinnvoll und sogar gewollt, dass die Leewanten hier ein gewisses Maß an Spannung verlieren, je mehr Druck auf dem Rigg lastet. Achten Sie jedoch darauf, dass die Leewanten nicht schlackern!

1. Das Trimmen des Vorsegels über einen Achterstagspanner

Bei leichtem Wind funktioniert das Vorsegel am besten, wenn es ein tiefes Profil mit fast geschlossenem Achterliek aufweist. Somit baut sich schon bei leichter Briese ein frühzeitiger Druck auf. Frischt der Wind nun auf, wird das Segelprofil immer weiter abgeflacht und das Segel im Achterliek zunehmend offener gefahren. Hiermit verleiht der Skipper dem Segel mehr Twist im oberen Bereich. Der gewollte Effekt tritt ein: Die Energie des Windes wird in aktiven Vortrieb der Yacht umgewandelt, das Schiff gleitet aufrecht und erzeugt einen niedrigeren Druck am Ruder. Der Trimm am Vorsegel erfolgt hautsächlich über die Vorliekspannung. Das Vorliek wird zunächst über die Fallspannung kontrolliert und beeinflusst die Position der größten Profiltiefe im Segel. Durch mehr Spannung auf dem Fall und somit auf dem Vorliek wird einem Wandern der größten Profiltiefe nach achtern entgegengewirkt.

Einen ähnlichen Effekt wie ein zu hängendes Fall hat ein loses Vorstag denn auch hier wandert die größte Profiltiefe nach achtern und das Achterliek schließt zu sehr. Beides sorgt für mehr Druck im Segel und somit für eine erhöhte Krängung und verringerten Speed. Dies ist bei leichtem Wind erwünscht, um viel Druck im Segel zu erzeugen – nimmt der Wind jedoch zu, sollte die Vorstagspannung erhöht werden, um die Position der größten Profiltiefe im vorderen Drittel zu halten und ein flaches Segelprofil zu erzeugen. Wie kann ich diesem Effekt des Durchhängens bei viel Wind kontrollieren? Natürlich durch das Trimmen des Achsterstags mithilfe eines performanten Achterstagspanners. Durch die Geometrie der Verstagung wird der über den Spanner erzeugte Zug auf dem Achterstag auf das Vorstag übertragen und kontrolliert so also die Vorstagspannung und damit die Profiltiefe des Vorsegels.

2. Das Trimmen des Großsegels

Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Großsegel immer mehr vergrößert und bekommt somit eine größere Stellung beim Vortrieb der Segelyacht. Bei Trimmen des Großsegels kann man sich im Wesentlichen auf 3 Eigenschaften konzentrieren:

  1. Der Vorliekwinkel
  2. Der Anstellwinkel
  3. Achterliek Twist
Segel

Trimmen durch Regulierung der Vorliekspannung

Auch das Profil des Großsegels wird, wie beim Vorsegel, stark von der Vorliekspannung und dem Vorliekwinkel beeinflusst. Mit zunehmendem Wind sollte auch hier mehr Spannung auf das Vorliek ausgeübt werden um die größte Profiltiefe etwas vor der Mitte zu halten und den Segelbauch daran zu hindern nach achtern zu wandern. Im Großsegel wird die Spannung am Vorliek zunächst ebenfalls über das Großfall – als dem Tau zum setzen des Großsegels – mit Hilfe einer Fallwinsch grob eingestellt. Bei ansteigenden Windstärken eignet sich zum Regulieren der Vorliekspannung jedoch eher ein sogenannter Cunninghamstrecker. Durch dieses zusätzlich angebrachte Reffauge wird eine Trimmschot geführt und auf einer Seite am Mastfuß sicher angeschlagen. Das holende Gut, die andere Part sozusagen, führt man entweder auf eine Aufbauwinsch oder schlägt sie ebenso mit einer Talje nebst Klemme am Mastfuß an. Wird diese Schot nun dichtgeholt, zieht sie das Vorliek des Großsegel nach unten, so dass sich dessen Spannung vergrößert. Dies hat somit denselben Effekt wie ein stärker durchgesetztes Fall am Großsegel.

Sowohl der Traveler, als auch der Baumniederholer werden eingesetzt um den Baum am unkontrollierten Steigen zu hindern. Ohne diesen Trimm würde das Achterliek zu weit öffnen sobald die Schot gefiert wird und so ein twisten des Segels zur Folge haben. Der Anstellwinkel bezeichnet den Winkel zwischen der Richtung des scheinbaren Windes und gedachte Profilsehne der Segel, miteinander bilden. Für das Trimmen des Anstellwinkels ist die Großschot verantwortlich: Je dichter man diese holt desto kleiner wird der Anstellwinkel.

Regulierung des Anstellwinkels durch den Traveller

Was ist eigentlich ein Traveller? Der Traveller ist ein Laufschlitten, angebracht auf einer Travellerschiene, der einen laufenden Befestigungspunkt der Schot des Großsegels darstellt. Durch diesen laufenden Befestigungspunkt kann der Holepunkt der Großschot verschieden nach Luv oder Lee verlagert werden. So kann der Skipper den Anstellwinkel einstellen und so das Großsegel trimmen. Lässt man den Traveller weiter nach Lee laufen, ohne die Schot zu fieren, wird der Winkel größer, der Twist jedoch bleibt unverändert. Der optimale Traveller weist eine Länge über die gesamte Cockpitbreite auf und sollte auch unter großer Last leichtgängig verstellbar sein.

Regulierung der Twist – der Baumniederholer

Erst wenn das Großsegel über die Länge des Travellers hinaus gefiert wird, übernimmt der Baumniederholer die Kontrolle der Höhe der Baumnock und des Achterlieks und somit auch die Justierung des Twistes. Der Twist ist die Verwindung des Segelprofils von unten nach oben und wird vom Baumniederholer in Kombination mit der Travellerschiene kontrolliert. Die Schot am Großsegel reguliert dann den Anstellwinkel des Großsegels.

SVB benutzt Cookies, um Ihnen Ihren Einkauf so einfach wie möglich zu gestalten. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahre mehr...  Ok