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Rettungsinseln

by SEAGO Rettungsinseln / ISO 9650-2
Produktabbildung von SEATEC by SEAGO Rettungsinseln / ISO 9650-2
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Rettungsinseln OFFSHORE
Produktabbildung von SEATEC Rettungsinseln OFFSHORE
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Rettungsinsel EVERSAFE / Offshore
Produktabbildung von ZODIAC Rettungsinsel EVERSAFE / Offshore
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Rettungsinsel TRANSOCEAN ISAF
Produktabbildung von PLASTIMO Rettungsinsel TRANSOCEAN ISAF
Rettungsinsel TRANSOCEAN ISO 9650-1
Produktabbildung von PLASTIMO Rettungsinsel TRANSOCEAN ISO 9650-1
Rettungsinsel CRUISER / Küstengewässer
Produktabbildung von PLASTIMO Rettungsinsel CRUISER / Küstengewässer
Rettungsinsel SEA CRUISER / ISO 9650-2
Produktabbildung von SEAGO Rettungsinsel SEA CRUISER / ISO 9650-2
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Rettungsinsel SEA MASTER / ISO 9650-1 / ISAF
Produktabbildung von SEAGO Rettungsinsel SEA MASTER / ISO 9650-1 / ISAF
MOB-Rettungsplattform
Produktabbildung von SEAGO MOB-Rettungsplattform
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Universal Rettungsinselhalterung
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Universal Rettungsinselhalterung
Produktabbildung von Universal Rettungsinselhalterung
Gurtband-Halterung für Rettungsinseln / Paar
Produktabbildung von CAN PLASTIC Gurtband-Halterung für Rettungsinseln / Paar
Hydrostatischer Auslöser für Rettungsinseln / ohne Solas-Zulassung
Produktabbildung von Hydrostatischer Auslöser für Rettungsinseln / ohne Solas-Zulassung
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Hydrostatischer Auslöser für Rettungsinseln / mit Solas-Zulassung
Produktabbildung von Hydrostatischer Auslöser für Rettungsinseln / mit Solas-Zulassung
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Rettungsinseln

Welche Rettungsinsel für Ihr Sportboot kaufen?
Während Rettungsinseln für die Berufsschifffahrt schon immer hohen Anforderungen und Tests unterlagen etablierten sich Rettungsinsel-Standards für Sportboote erst Anfang der 2000er Jahre mit der ISO 9650 Zertifizierung. Darin werden zwei ISO-Typen von Rettungsinseln unterschieden:

ISO 9650 -1 Rettungsinseln für Offshore und Langstreckensegeln
Dieser Typ 9650-1 wird wiederum in Gruppe A und Gruppe B für unterschiedliche Einsatztemperaturen gegliedert: Gruppe A für Temperaturen von -15 bis +65 °Celsius und Gruppe B für Temperaturen von 0 bis +65 °Celsius. Diese Inseln werden mit verschiedenen Ausrüstungs-paketen angeboten: Für einen anzunehmenden Rettungszeitraum von weniger als 24 Stunden ohne Trinkwasser und für einen anzunehmenden Rettungszeitraum von mehr als 24 Stunden mit Trinkwasser und Not-Proviant. Produkt-Beispiel: SEAGO SEA MASTER ISO 9650-1 / ISAF, für den uneingeschränkten Offshore-Einsatz und für Regatten der Kategorie 1 und 2. 

ISO 9650-2 Rettungsinseln für Fahrten im küstennahen Bereich /coastal
Diese Typ 9650-2 Inseln lösen bei Temperaturen zwischen 0 und +65 °Celsius sicher aus und sind mit einem Standard Notfall-Paket für weniger als 24 Stunden ausgerüstet. Produkt-Beispiel: SEATEC by SEAGO Rettungsinseln. Diese Inseln eignen sich z.B. zum Segeln entlang der Nordsee- oder Ostseeküste, auf großen Seen und Binnengewässern. Sie sind mit einem Standard Notfall-Paket ohne Trinkwasser aber mit Signalmitteln ausgestattet und haben den Vorteil, dass sie darüber hinaus über die französische Bureau Veritas Zulassung und die italienische RINA Zulassung verfügen.

Neben dem gewünschten ISO-Typ sollte beim Kauf einer Rettungsinsel auch die Personenanzahl beachtet werden. Der Grundsatz "viel hilft viel", also je Größer die Insel desto mehr Platz greift hier nicht, da die Schwimmeigenschaft der Insel auf das Gewicht der Insassen optimiert ist. Andernfalls besteht die Gefahr des Kenterns.

Lagerung an Bord und Aktivierung im Notfall
Die Rettungsinsel befindet sich wahlweise in einer handlichen Tasche oder einem stabilen Container, wobei der Lagerort schnell von der ganzen Seemannschaft erreichbar sein sollte. Ideal sind Edelstahl-Halterungen an Deck, woran die Insel mit Ihrer Sorgleine fest verbunden wird. Das Auslösen erfolgt manuell über die Reißleine. Im Notfall wird die Rettungsinsel so wie sie ist ins Wasser geworfen. Die Sorgleine wird dabei aus dem Behälter gezogen und schwimmt mit dem Behälter im Wasser. Die Leine wird nun von Deck aus so weit wie möglich dichtgeholt. Bei den meisten Rettungsinseln ist diese Stelle markiert. Jetzt geht es ans Reißen. Ziehen Sie kräftig, bis sich der Auslösemechanismus aktiviert und die Rettungsinse automatisch aufgeblasen wird. Die Sorgleine wird nun an der Bordwand dichtgeholt (bei Segelschiffen über die Winsch). Die Rettungsinsel sollte immer an die Bordwand, niemals ans Heck gezogen werden. Das Heck eines Schiffes ist bei Seegang wie ein Schafott, es schlägt alles kaputt. Die Rettungsinsel wird zuerst von der fittesten Person der Seemannschaft bestiegen. Diese kann anschließend den anderen Personen in die Insel helfen und Personen, die neben die Insel fallen, sofort in die Insel ziehen. Idealerweise steigt man trockenen Fußes in die Insel. Sollte dies nicht möglich sein (Trümmerteile versperren den direkten Zugang zur Insel) gibt es Leitern oder Einstiegsrampen, die den Einstieg aus dem Wasser heraus erleichtern. Erst wenn alle Besatzungsmitglieder in der Rettungsinsel sind und das Schiff wirklich sinkt (meist viele Stunden später) wird die Sorgleine endgültig vom Schiff getrennt. Alle Rettungsinseln sind dafür mit einem Messer ausgestattet. Vergewissern Sie sich im Vorfeld darüber, was in Ihrer Rettungsinsel an Ausstattung vorhanden ist und ergänzen diese bei Bedarf. Sollte ein Besatzungsmitglied dringend Medikamente benötigen, so können diese von einer Wartungsstation im Vorfeld mit eingepackt werden.

Wartung und Lebensdauer

SVB ist zertifizierte Wartungsstation für Rettungsinseln
Seenot-Rettungsinseln können im Notfall nur funktionieren, wenn alle Sicherheitsfunktionen zu diesem Zeitpunkt in einem einwandfreien Zustand sind. Die regelmäßige Wartung der Rettungsinsel ist daher unerlässlich. Jeder Hersteller hat eigene Garantie- und Wartungsintervall-Bestimmungen, die unbedingt eingehalten werden sollten (Garantie bis zu 18 Jahre; Wartung meist alle 3 Jahre). SVB ist Wartungsstation für Rettungsinseln der Hersteller PLASTIMO, XM, ZODIAC, SEAGO und SEATEC. Von diesen Firmen wird SVB regelmäßig geschult, geprüft und zertifiziert. Die von SVB durchgeführte Wartung wird für Sie lückenlos in einem Log- oder Kontrollbuch dokumentiert.  

Was beinhaltet der Wartungsservice bei SVB?
  • Überprüfung des Allgemeinzustandes der Rettungsinsel wie z.B. Kenterschutzsäcke, Dach und Boden
  • Austausch von Teilen, wie z.B. Dichtung, Abdeckband, Signalmitteln, etc.
  • Überprüfung und Austausch von Notproviant und Wasser auf Beschädigung und Verfallsdatum
  • Test auf Funktionsfähigkeit des Zündkopfes
  • Drucktest und Dichtigkeitsprüfung der einzelnen Luftauftriebskammern
  • Überprüfung der der Einlass- und Überdruckventile
  • Verpacken und Versiegeln der Rettungsinsel in einem Vakuumbag und in ihre ursprüngliche Verpackung (Container oder Tasche)
 
Warum ist eine Rettungsinsel an Bord so wichtig? 
2013 segelte die zweiköpfige Crew der Sweden Yachts 45 „Ciao“ von Indonesien zu den Kokosinseln. Kurz vor dem Sichten der Küste kollidierte die Yacht mit einem Objekt unterhalb der Wasseroberfläche. Durch diesen Zusammenstoß verlor das Schiff sein Ruder, wurde manövrierunfähig und schlug zu allem Unglück leck. Die Crew setzte einen Notruf ab und gab ihr Bestes um die Yacht zu retten. Die sich in der Nähe befindliche „J‘Sea“ empfing den Notruf und eilte mit zwei weiteren Schiffen zur Hilfe. Trotz aller Mühe musste sich die Crew der „Ciao“ in ihre Rettungsinsel begeben und ihr Schiff aufgeben, welches schließlich sank.
Das folgende Video zeigt die Geschehnisse nach Eintreffen der Helfer, aufgenommen von Bord der „Spirit of Alcides“.


Die Geschichte der Rettungsinsel
1914 kam als Folge des Untergangs der Titanic erstmals die Idee einer gesetzlichen Regelung für die Mitführung von Rettungsinseln und anderer Sicherheitsausrüstung auf. 1960 gab es dann eine gesetzlich anerkannte Konvention der International Maritime Organisation (IMO). Diese besagt, dass die Berufsschifffahrt, ausrüstungspflichtige Sportfahrzeuge (dazu zählen auch Charterboote, wenn sie mit einer Crew oder Skipper gechartert werden) und Traditionsschiffe mit Rettungsinseln ausgerüstet sein müssen. 

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