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Die perfekte Rettungsweste finden

Die perfekte Rettungsweste finden

Selbst erfahrenen Seglern und Wassersportlern ist es schon passiert: eine hohe Welle, ein Sturm, ein Steuerfehler oder ein falscher Schritt beim Anlegen und schon lagen sie im Wasser. Eine Rettungsweste kann in solchen Fällen Leben retten. Auf jedem Boot sollten deshalb genügend Rettungswesten für die gesamte Seemannschaft mitgeführt werden. Aber welche Rettungsweste wählt man am besten aus der Vielzahl der angebotenen Modelle aus? Was zeichnet eine gute Rettungsweste aus und wie sollte sie sitzen? Erfahren Sie alles zur Auswahl von Rettungswesten in unserem Rettungswesten-Ratgeber.

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Was gibt es vor dem Kauf einer Rettungsweste zu beachten?

Die Auswahl an Rettungswesten auf dem Markt ist riesig. Die Marken SEATEC, Secumar, Marinepool, Kadematic und Spinlock haben zahlreiche Rettungswesten mit unterschiedlichen Formen, Größen, Gewichtsklassen und Preisen auf den Markt gebracht. Da fällt die Wahl schwer. Egal ob Sie Ihre Rettungsweste online kaufen oder vor Ort in einem Fachgeschäft, über folgende Fragen sollten Sie sich vor dem Kauf Gedanken machen:

  • Wird die Rettungsweste nur von einer Person oder von verschiedenen Personen genutzt (z.B. auf Charterbooten)?
  • Unter welchen Bedingungen wird die Rettungsweste getragen (Binnen-/Küstenreviere, Hochsee, Jollen- oder Regattasegeln, Rudern, Angeln oder Kanufahren)?
  • Welche Kleidung wird unter der Rettungsweste getragen?
  • Wird die Rettungsweste dauerhaft getragen oder nur situativ?

Auftriebsklassen von Rettungswesten

Die Auftriebskraft einer Rettungsweste wird in Newton (N) berechnet. Newton ist die physikalische Einheit für Kraft. Gemäß der Norm DIN EN ISO 12402 werden Rettungswesten entsprechend ihrer Auftriebskraft in vier unterschiedliche Klassen unterteilt: 50 N, 100 N, 150 N und 275 N.

Um eine Rettungsweste mit geeigneter Auftriebskraft zu finden, spielt das Körpergewicht des Trägers kaum eine Rolle. Denn eine Rettungsweste soll vor allem den Kopf des Trägers über Wasser halten, so dass bestenfalls auch im Ohnmachtsfall das Gesicht über Wasser bleibt und die Atemwege frei sind. Der Kopf wiegt bei jedem Menschen etwa gleich viel. Viel wichtiger für die Auswahl der richtigen Rettungsweste ist die Bekleidung, die unter der Rettungsweste getragen wird. Beim Tragen von vielen Lagen oder schwerer Offshore Kleidung kann viel Luft in der Kleidung eingeschlossen werden, wodurch das Drehen in eine ohnmachtssichere Lage erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird. Wichtig ist, dass die Rettungsweste ein höheres Volumen aufweist, als die Luft, die in der Kleidung eingeschlossen werden kann.

Schwimmhilfen mit 50 N Auftrieb

Rettungswesten mit 50 N Auftriebskraft werden als Schwimmhilfen bezeichnet. Schwimmhilfen besitzen keinen Kragen und haben nicht ausreichend Auftriebskraft, um den Träger bzw. dessen Kopf eigenständig über Wasser zu halten, sie stellen lediglich eine Unterstützung dar. Es handelt sich bei 50 N Schwimmhilfen um Feststoffwesten. Diese Schwimmhilfen sollten nur von guten Schwimmern und in Ufer- oder Küstennähe oder bei Gelegenheiten, bei denen schnelle Hilfe und Rettung gewährleistet sind, wie etwa als Regattaweste für Jollensegler, zum Wasserski fahren oder für Kanu- und Kajaktouren eingesetzt werden. In diesen Fällen stellt eine Schwimmhilfe eine leichte, bequeme Unterstützung für den Gekenterten dar, während er zu seiner Jolle oder seinem Boot zurückschwimmt. Vor allem für Einsteiger und Gelegenheitssportler ist eine Schwimmhilfe aus Feststoff eine gute und günstige Möglichkeit um sich abzusichern.

Rettungswesten mit 100 N Auftrieb

Rettungswesten mit 100 N Auftrieb besitzen einen Kragen und können von Erwachsenen mit durchschnittlicher Größe und durchschnittlichem Gewicht ideal in Binnenrevieren und geschützten Gewässern ohne Seegang oder Gischt eingesetzt werden. 100 N Rettungswesten sind meist Feststoffwesten, Kinderrettungswesten oder vereinzelt manuell auszulösende Rettungswesten. Feststoffwesten haben einen Auftriebskörper aus Schaum, der den Träger zusätzlich wärmt. Sie müssen im Notfall nicht erst aufgeblasen werden, sondern sind direkt einsatzbereit. Dadurch eignen sich Feststoff-Rettungswesten vor allem, wenn sie nicht permanent, sondern nur situativ an Bord getragen werden sollen. Durch ihre einfache Handhabung eignen sie sich auch für Laien gut. Für Segelanfänger auf der Jolle stellt eine 100 N Feststoffweste eine gute und günstige Lösung dar. Für schwere Bedingungen sind diese Rettungswesten nicht ausreichend. Das Material ist unempfindlich und widerstandsfähig, der Auftriebskörper aus Schaumstoff (vorzugsweise Polyäthylen oder Polyvinylchlorid) kann allerdings durch Sonneneinstrahlung und Salzwasser beschädigt und die Auftriebskraft der Rettungsweste dadurch verringert werden. In der Anschaffung sind Feststoff-Rettungswesten deutlich günstiger, als aufblasbare Rettungswesten und erfordern keinen Wartungsaufwand.

Rettungswesten mit 150 N Auftrieb

Rettungswesten mit 150 N Auftrieb eignen sich für Küstenreviere und sind bei Motorbootfahrern sehr beliebt. Beim Tragen von „normaler“ Alltagskleidung sind sie ohnmachtssicher, das heißt sie halten den Träger im Ohnmachtsfall in Rücklage und sorgen so dafür, dass Mund und Nase über Wasser bleiben. Bei Rettungswesten mit 150 N Auftrieb handelt es sich um aufblasbare Rettungswesten. Aufblasbare Rettungswesten werden im Notfall entweder manuell oder automatisch, bei Kontakt mit dem Wasser, mit CO2 gefüllt. Eine manuelle bzw. halbautomatische Rettungsweste kann die richtige Wahl darstellen, wenn man sicherstellen möchte, dass die Weste nicht unbeabsichtigt durch Spritzwasser ausgelöst wird. Durch den Bewegungskomfort und das geringe Gewicht stellen automatische oder halbautomatische Rettungswesten für das Dauerhafte Tragen an Bord und für fortgeschrittene Jollensegler die beste Lösung dar. Falls der Träger beim Fall ins Wasser bereits ohnmächtig ist oder massiv unter Stress steht, bietet eine manuell auslösbare Rettungsweste keinen Schutz. Alle automatisch auslösbaren Rettungswesten können zu einer halbautomatischen Rettungsweste umgewandelt werden. So kann man eine Automatik-Rettungsweste beispielweise beim Paddeln manuell auslösen und beim Segeln wieder auf die automatische Auslösung umbauen.

Rettungswesten 275 N

Automatische Rettungswesten mit 275 N Auftriebskraft stellen die richtige Wahl für den Hochseebereich und für extreme Wetterbedingungen dar. Vor allem, wenn Sie Offshore-Bekleidung oder schweres Ölzeug tragen, sollte unbedingt eine Rettungsweste aus der 275 N Klasse gewählt werden, um das Volumen der Lufteinschlüsse in der Kleidung im Ernstfall überwinden zu können. Rettungswesten mit 275 N wie auch mit 150 N werden in der Regel präventiv, also dauerhaft an Bord getragen und müssen daher gleichzeitig größtmögliche Bewegungsfreiheit bieten und sehr bequem sein, aber auch mechanischen Ansprüchen widerstehen. Diese Vorteile machen ein Automatikweste in der Anschaffung um einiges teurer, als eine Feststoff-Rettungsweste. Automatik-Rettungswesten müssen zudem alle 2 Jahre gewartet werden.

Viele Rettungswesten verfügen über mehr Auftriebskraft, als ihre Klassenzuordnung vorsieht. So haben beispielsweise viele 275 N Rettungswesten eigentlich sogar 300 N Auftriebskraft und bieten damit ein Plus an Sicherheit.

Zubehör für Automatik-Rettungswesten

Für zusätzliche Sicherheit kann eine aufblasbare Rettungsweste mit diversem Zubehör aufgerüstet werden. Wichtig bei der Auswahl von Zubehör ist, dass dieses vom Hersteller der Rettungsweste für das entsprechende Modell freigegeben wurde. Zubehör, das vom Hersteller nicht freigegeben wurde, wurde nicht zusammen mit der Rettungsweste getestet und eine Kompatibilität kann nicht sichergestellt werden. Die Rettungsweste entspricht dadurch nicht mehr dem Baumuster und verliert ihre CE-Zulassung. Der Hersteller übernimmt in diesem Fall keine Gewährleistung mehr für das Produkt. Nicht zugelassenes Zubehör wird bei der Rettungswestenwartung entfernt. Sollte dies nicht möglich sein, wird die Wartung abgelehnt.

Spraycap für Rettungswesten

Eine Spraycap, auch Sprayhood oder Spritzschutzhaube genannt, funktioniert ähnlich wie eine Kapuze. Im Notfall kann sie über den Kopf und die aufgeblasene Rettungsweste gezogen werden. Der Träger wird so gegen das Überspülen von Wellen und Spritzwasser geschützt. Eine Sprayhood wirkt zudem einer Unterkühlung des Körpers über den Kopf entgegen. Nicht jede Spritzschutzhaube passt zu jeder Weste. Die Spraycaps sind genau auf die jeweilige Rettungsweste abgestimmt. Die Sprayhoods können eigenständig mit wenig Aufwand in die Rettungsweste integriert werden.

Schrittgurt für Rettungswesten

Bei einigen Rettungswesten ist ein Schrittgurt bereits fest installiert oder in der Lieferung enthalten. Bei anderen Rettungswesten kann ein Schrittgurt nachgerüstet werden. Ein Schrittgurt oder englisch Harness fixiert die Rettungsweste zusätzlich am Körper und verhindert das Hochrutschen der Weste. Die Wasserlage des Trägers wird so optimiert.

Seenotleuchte für Rettungswesten

Für die meisten automatischen Rettungswesten können Seenotleuchten nachgerüstet werden, um bei schlechten Sichtverhältnissen oder Dunkelheit die Chance auf eine schnelle Rettung zu erhöhen. Jeder Hersteller nutzt ein etwas anderes Beleuchtungssystem. Einige Lichter werden direkt auf den Luftkörper aufgeklebt und beleuchten die komplett Weste, andere Hersteller nutzen antennenförmige Leuchten, die mit Klettband an der Weste befestigt werden und im Ernstfall entweder automatisch bei Wasserkontakt und Auslösen der Rettungsweste aktiviert werden oder manuell eingeschaltet werden können. Die Leuchtdauer der einzelnen Rettungswestenlichter ist sehr unterschiedlich und variiert zwischen 2 und 10 Stunden.

Seenotsender für Rettungswesten

Zahlreiche Seenotsender sind auch für Rettungswesten kompatibel und ermöglichen eine noch schnellere Rettung aus dem Wasser. Ob AIS, DSC, EPIRB bzw. PLB oder ein Peilsignal-Sender – es gilt zu beachten, dass nicht jeder Seenotsender auch in jede Rettungsweste passt. Manche Kombinationen können sogar gefährlich sein und AIS-Geräte oder ihre Antennen können mit scharfkantigen Bereichen entweder den Träger oder den Schwimmkörper der Rettungsweste verletzen. Möglicherweise wird auch das Ausfahren der Antenne durch die Rettungsweste blockiert bzw. Rettungsweste und Seenotsender blockieren sich gegenseitig. Ein Seenotsender muss explizit für die jeweilige Rettungsweste freigegeben worden sein, um die Funktionstüchtigkeit von Sender und Rettungsweste zu gewährleisten.

Lifeline für Rettungswesten

An vielen Rettungswesten gibt es die Möglichkeit, eine so genannte Lifeline, auch Sorgenleine oder Sicherungsleine, zu befestigen. Die Lifeline wird auf der anderen Seite am Strecktau oder einer Öse an Bord befestigt. Fällt ein Mensch über Bord, ist er durch die Sicherungsleine fest mit dem Boot verbunden und kann leicht wieder an Bord geholt werden. Lifelines gibt es für Kinder und Erwachsene als festes Gurtband oder flexible Stretch-Leine. Entdecken Sie auch unsere SEATEC Rettungswestensets, die inklusive Lifeline geliefert werden!

Rettungswesten für Kinder

Beim Kauf einer Rettungsweste für Babys und Kleinkinder sind noch weitere Punkte zu beachten. Kleinkinder haben einen anderen Körperschwerpunkt als Erwachsene, da ihr Kopf im Vergleich zum restlichen Körper sehr groß ist. Dies beeinflusst die Drehleistung einer Rettungsweste negativ. Zudem haben kleine Kinder im Vergleich zu Erwachsenen oft noch einen hohen Körperfettanteil, der sich gerade in Armen und Beinen negativ auf die Drehleistung von Rettungswesten auswirkt. Auch das Tragen von Windeln erzeugt einen Auftrieb an der falschen Stelle und wirkt der Funktion einer Rettungsweste entgegen. Bei jungen Kindern kann im Wasser zudem häufige eine Art „Krabbel-Reflex“ beobachtet werden. Sie wollen sehen, wo sie sich befinden und drehen sich auf den Bauch. Damit arbeiten sie unbewusst gegen den eigentlichen Sinn der Rettungsweste an. Bei Kleinkindern ist daher vor allem die Verteilung des Auftriebs wichtig. Den negativen Ausgangsbedingungen wirkt eine automatische Rettungsweste am besten entgegen, da hier der Auftrieb optimal um den Hals verteilt ist. Viele Hersteller bieten daher automatische Kinderrettungswesten bereits für Kinder ab 15 kg Körpergewicht, das heißt ab etwa 2 Jahren an. Unsere SVB-Sicherheitsexperten empfehlen hingegen den Kauf einer Kinderrettungsweste mit automatischer Auslösung erst ab etwa 5 Jahren, wenn das Kind schwimmen kann. Denn im Gegensatz zu einer Feststoffweste gehen Kinder mit einer automatisch auslösenden Kinderrettungsweste nach dem Fall ins Wasser erst einmal unter, bevor sich der Schwimmkörper aufbläst.

Rettungswesten aus Feststoff haben gerade bei Kindern den Vorteil, dass sie auch einen gewissen Verletzungsschutz bieten. Die Feststoff-Rettungsweste wirkt bei Stürzen und Stößen wie eine Polsterung für den Körper des Kindes. Feststoffrettungswesten gibt es bereits für Babys ab 3 kg Körpergewicht. Im Gegensatz zu Automatik-Rettungswesten schützen sie Ihr Kind ab dem ersten Moment im Wasser. Durch ihre Neonfarbe sind sie zudem gut sichtbar. Viele Kinder-Feststoffrettungswesten haben einen Haltegriff bzw. eine Sicherheitsschlaufe für das Einhängen einer Lifeline am Rücken. Dies hat den Vorteil, dass Kinder beim Rumlaufen und Rumtoben an Bord nicht durch die eingehakte Sicherheitsleine auf der Vorderseite der Weste behindert werden und es bei Ausreizen der Länge der Lifeline nicht so leicht zu Stürzen kommt.

Ob Sie sich nun für eine Kinder-Feststoffrettungsweste oder eine Automatik-Rettungsweste für Ihr Kind entscheiden - wichtig ist, dass eine Kinder-Rettungsweste immer explizit der Größe und dem Körpergewicht Ihres Kindes entspricht. Auch wenn Kinder schnell aus einer passenden Rettungsweste herauswachsen, sollten Sie den finanziellen Aspekt vernachlässigen und keinesfalls eine Rettungsweste kaufen, in die das Kind „hineinwächst“. Passt eine Rettungsweste nicht richtig, kann dies fatale Folgen haben. Zu kleine Kinderrettungswesten entwickeln möglicherweise zu wenig Auftriebskraft. Zu große Rettungswesten sitzen nicht gut und Ihr Kind rutscht im schlimmsten Fall aus der Schwimmweste heraus.

Rettungswesten für Hunde

Viele Hundebesitzer möchten auch an Bord nicht auf ihren treuen Begleiter verzichten. Auch wenn viele Hunde gute Schwimmer sind, kann es beim Fall oder Sprung ins Wasser für Ihren Vierbeiner gefährlich werden, wenn er von der Strömung mitgerissen wird oder im Meer von Unterströmungen erfasst wird. Damit eine Hundeweste ihren Zweck erfüllt, muss sie zunächst einmal gut sitzen und Ihrem Hund ausreichend Tragekomfort und Bewegungsfreiheit beim Laufen, Schwimmen und Spielen bieten, damit er sich das Tragen überhaupt gefallen lässt. Durch ein verstellbares Gurtsystem kann die Feststoff-Rettungsweste optimal an den Körper Ihres Hundes angepasst werden. Neben einem ausreichenden Auftrieb ist bei Hunderettungswesten auch ein Griff am Rücken besonders wichtig, um Ihren Vierbeiner nach dem Sprung oder Fall ins Wasser wieder an Bord zu bekommen. Durch die Neonfarbe und Reflektorstreifen an der Rettungswesten ist Ihr Hund gut sichtbar und die Erkennbarkeit auch bei trübem Wetter oder bei Dunkelheit wird erhöht. Einige Hunderettungswesten verfügen über einen D-Ring, so dass Sie Ihren Hund mit einer Lifeline am Boot sichern können.

Rettungswesten richtig anlegen

Eine Rettungsweste ist nur so gut, wie sie sitzt bzw. eingestellt wurde. Im Folgenden erklären wir Ihnen das richtige Anlegen einer Rettungsweste Schritt für Schritt:

  1. Wenn Sie eine Jacke oder ein Oberteil mit Kapuze oder einem Kragen unter der Rettungsweste tragen, stellen Sie den Kragen zum Anlegen der Rettungsweste auf oder setzen Sie die Kapuze auf. Bei Schlechtwetterjacken, bei denen die Kapuze im Kragen verstaut ist, sollte die Kapuze aus dem Kragen geholt und aufgesetzt werden. Zum einen sitzt die Rettungsweste so bequemer, zum anderen verhindert eine Kapuze im Ernstfall ein zu schnelles Auskühlen des Kopfes und sollte daher einsatzbereit sein.
  2. Legen Sie die Rettungsweste mit aufgesetzter Kapuze/aufgestelltem Kragen an.
  3. Ziehen Sie den Brustgurt der Weste so fest an, dass maximal Ihre Fingerspitzen noch zwischen Gurt und Brust passen.
  1. Setzen Sie die Kapuze (falls gewünscht) wieder ab oder klappen Sie den Kragen in die gewünschte Position.
  2. Falls Ihre Rettungsweste einen Schrittgurt hat, legen Sie diesen nun an und ziehen Sie ihn so fest, dass er in aufrechter Position kein Spiel hat, Sie sich aber noch bequem bewegen können. Der Schrittgurt verhindert im Ernstfall ein Hochrutschen der Rettungsweste in Richtung Kopf.
  3. Falls Sie eine Lifeline haben, befestigen Sie diese nun an der Weste und sichern Sie sich an Deck des Bootes ab.

Wartung von Rettungswesten

Die Lebenserwartung einer automatischen Rettungsweste beträgt 10 Jahre. In diesem Zeitraum sollte die Rettungsweste alle 2 Jahre gewartet werden. Eine regelmäßige Rettungswestenwartung sorgt dafür, dass die Rettungsweste im Ernstfall einsatzbereit ist und wie vorgesehen funktioniert. Auch Kinder-Rettungswesten mit automatischer Auslösung müssen alle zwei Jahre gewartet werden! Eine vom Hersteller autorisierte Wartungsstation in Ihrer Umgebung finden Sie auf der Internetseite des Rettungswestenherstellers.

Bei der Wartung einer Automatik-Rettungsweste werden die Automatikdichtungen erneuert, die Auslösekraft der Weste überprüft und die CO2-Patrone auf feine Haarrisse geprüft. Auch der Schwimmkörper wird genauestens betrachtet und auf Dichtigkeit und Beschädigungen untersucht. Vor allem die Nähte werden hier kritisch geprüft.

Ist Ihre Rettungsweste nach 10 Jahren immer noch einsatzfähig, muss sie jährlich gewartet werden, um Alterungserscheinungen frühzeitig zu erkennen. Nach 15 Jahren ist die Lebenszeit einer Rettungsweste abgelaufen und es wird keine Rettungswestenwartung mehr durchgeführt. Zwar ist die Wartung von Rettungswesten gesetzlich nicht vorgeschrieben, kommt es jedoch zu einem Unfall aufgrund einer nicht standardmäßig gewarteten Weste, trägt der Bootseigner die Verantwortung dafür.

Ersatzteilsets für automatische Rettungswesten

Wurde eine automatische Rettungsweste einmal ausgelöst, muss die Auslösevorrichtung danach ausgetauscht werden, um die Rettungsweste wieder einsatzfähig zu machen. Gerade die CO2-Patronen können bei Rettungswesten von verschiedenen Herstellern sehr unterschiedlich sein. Es gibt Patronen mit Schraubgewinde oder Bajonettverschluss und unterschiedlichen Gewichten. Die passende CO2-Patrone ist der zugehörigen Bedienungsanleitung Ihrer Rettungsweste zu entnehmen. Die erforderliche Gewichtsangabe der CO2-Patrone steht auch auf einem Einnäher im Westeninneren oder wurde auf den Schwimmkörper (innerhalb der Schutzhülle) aufgedruckt. Wenn Sie den Automatentypen sowie die Füllmenge der CO2-Patrone kennen, finden Sie zusammen mit der Marke Ihrer Rettungsweste in unserem Onlineshop schnell und einfach das richtige Ersatzteilset bestehend aus CO2-Patrone, Salztablette und Halterungen.

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Richtlinien und Verordnungen für Rettungswesten

Um sicherzustellen, dass eine Rettungsweste im Ernstfall den Schutz bietet, den sie verspricht, muss sie in Europa bestimmte Vorgaben erfüllen. Die PSA-Verordnung schreibt eine umfassende EU-Baumusterprüfung sowie eine Fertigungsüberwachung durch eine offizielle Institution vor. Dabei wird der technische Entwurf einer PSA (Persönliche Schutzausrüstung) mit den Anforderungen aus dieser Richtlinie bzw. Verordnung abgeglichen. Europaweit stehen hierfür harmonisierte Normen, wie zum Beispiel die DIN EN ISO 12402 für Schwimmhilfen und Rettungswesten, sowie die DIN EN ISO 12401 für Sicherheitsleinen und Sicherheitsgurte zur Verfügung. Die CE-Kennzeichnung einer Schwimmweste bestätigt das Erfüllen dieser Anforderungen. Nicht nur die Rettungsweste, sondern jede ihrer Komponenten, wie Folien, Stoffe, Gurtbänder und Beschläge und Auslösevorrichtung, unterliegt einer Normierung. Zubehör wie Spraycaps, Rettungswestenleuchten und Schrittgurte müssen vom Hersteller speziell für die jeweilige Rettungsweste freigegeben sein, andernfalls kann die Rettungsweste ihre CE-Zulassung verlieren. Ältere Rettungswesten haben möglicherweise noch eine BG-Zulassung. Dies steht für eine Zulassung der Berufsgenossenschaft (SeeBG oder BSBG), die inzwischen durch die CE-Zulassung ersetzt wurde.

In der Berufsschifffahrt weist ein so genanntes SOLAS Steuerrad die Rettungsweste als geprüftes Modell aus. Der Begriff SOLAS steht für „International Convention for the Safety of Life at Sea“ und bezieht sich auf eine UN-Konvention zur Schiffsicherheit. Rettungswesten, die nach SOLAS zertifiziert sind, müssen beispielsweise mit einer Seenot-Leuchte ausgerüstet sein.

In Deutschland werden die gesetzesähnlichen Vorgaben der EU über das Produktionssicherheitsgesetz (ProdSG) umgesetzt, das Regelungen zu den Sicherheitsanforderungen von Verbraucherprodukten und technischen Hilfsmitteln beinhaltet.

FAQ

Die automatische Auslösevorrichtung der heute auf dem Markt erhältlichen Rettungswesten ist so ausgefeilt, dass Rettungswesten bei Regen und Spritzwasser nicht ungewollt auslösen. Wenn die Weste über längere Zeit einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, kann sich dies auf die automatische Auslösevorrichtung auswirken und die Rettungsweste kann ungewollt auslösen.
Ist die Rettungsweste nicht in Gebrauch, so sollte diese trocken, dunkel und weder zu warm noch zu kalt gelagert werden. Wichtig ist, die Rettungsweste samt der darin enthaltenen Salztablette nach einem Törn bei hoher Luftfeuchtigkeit oder starkem Regen oder Spritzwasser gut durchtrocknen zu lassen. Dafür empfehlen wir Ihnen, die Weste im Cockpit unter der Persenning aufzuhängen. Die Rettungsweste sollte keinesfalls in der prallen Sonne oder im geheizten Salon getrocknet werden.
Eine Rettungsweste besteht zum Großteil aus Verbundstoffen und kann einfach im Restmüll entsorgt werden. Bei automatischen Rettungswesten sollten CO2 Patrone & sonstige Metallteile separat im Altmetall entsorgt werden. Etwaige Seenotleuchten oder Seenotsender können im Elektroschrott entsorgt werden. Achten Sie darauf, Batterien und Akkus aus Elektronikgeräten zu entfernen und separat zu entsorgen.

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