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Bootsfender

Der Bootsfender ist ein Schutzkörper, welcher Abschürfungen und andere Beschädigungen am Rumpf und der Außenhaut eines Schiffes bei Manövern in der Marina sowie beim Anlegen an der Spundwand oder im Päckchen, also Boot an Boot verhindert. Ob lang oder eher rund, ob rot, blau, weiß oder auch mal grün oder gelb – Bootsfender sind, egal auf welchem Boot, normalerweise immer an Bord zu finden und gehören zur wassersportlichen Grundausstattung.
Nun möge man meinen, die Wahl des Bootfenders sei eine Leichtigkeit und der Umgang mit ihm erst recht – doch weit gefehlt! Immer wieder bekommen wir hilfesuchende Anrufe von unseren Kunden, die sich nicht sicher sind, welcher Fender denn nun wirklich passt und ob - und wenn ja welches - Equipment benötigt wird. In diesem kleinen Fender-Guide versuchen wir alle grundlegenden Fragen rund um den aufblasbaren Bootsbeschützer zu beantworten und noch ein paar hilfreiche Tipps zu geben.

Finden Sie
den richtigen
Bootsfender!

Bootsschuhe an Deck

2, 4 oder 6? Wie viele Fender sollte ich an Bord haben?

Fender kann man nie genug an Bord haben. Da Sie jedoch, wie schon beschrieben viel Platz in Anspruch nehmen ist dies nicht immer möglich. Was ist also die richtige Anzahl Fender an Bord? Bei einer Bootslänge bis zu 10 Meter sollten mindestens 2 Fender auf jeder Seite zur Verfügung stehen, ab 10 Meter empfehlen sich, je nach Art des Bootes eher 3- 4 pro Seite. Auch ein bis zwei Ersatzfender sollten griffbereit sein. Neben „normal“ großen Fendern empfiehlt es sich, auch an etwa 2 größere Ausführungen zu denken, denn gerade beim längsseitigen Liegen wird sich die Außenhaut insbesondere unter Dünung, Schwell und starkem Wellengang über etwas strapazierfähigere Fender freuen.

Eher Rund oder doch lieber rank und schlank – die verschiedenen Fender Formen und Arten.

Der eben beschriebene, begrenzte Stauraum auf der einen und ein hohes Sicherheitsbedürfnis auf der anderen Seite bedingen eine starke Gratwanderung. Diese lässt sich jedoch durch die richtige Fender Auswahl entschärfen. Die gängigen Fender Formen sind die typischen Kugel- und Langfender. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, Fender gleicher Größe und Ausführung zu kaufen, denn nebeneinander hängende dicke und dünne, runde und flache Fender sind kaum in der Lage, hohe Belastungen zugleich aufzunehmen. Die Größe der Fender sollte sich vor allem nach der Länge des Schiffes, dessen Gesamtgewicht und der Windangriffsfläche richten. Eine Yacht mit einem hohen Freibord – also einem großen Abstand zwischen Wasseroberfläche und Deckskante – die aufgrund ihrer dementsprechend großen Windangriffsfläche bei windigem Wetter und starkem Wellengang stark gegen den Steg gedrückt wird, braucht auch entsprechend große und stabile Bootsfender.


Welcher Bootsfender für welches Schiff?

Die richtigen „Bumsbüddel“ für die Knautschzone oder welcher Bootsfender passt zu mir und meinem Schiff?

Langfender

Langfender

Der Langfender

Der Langfender, manchmal auch Walzenfender genannt, ist das Standard Modell, welches in allen Häfen an den meisten Booten zu bestaunen ist. Dies hat seinen Grund, denn er ist praktisch und einfach zu handhaben. Langfender haben an beiden Enden eine verstärkte Befestigungsmöglichkeit für eine Fenderleine um den Fender an der Reling oder bei kleineren Booten am Handlauf zu befestigen. Wir bieten Ihnen sowohl Langfender mit der Möglichkeit des durchgehenden Tampens sowie auch die Variante mit beidseitigen Augen zum Festmachen jeweils eines Taus. Durch die beiden Tampen ergeben sich flexible Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Positionen.

Kugelfender

Kugelfender

Der Kugelfender

Der Kugelfender ist ein runder / eiförmiger / tonnenförmiger Kunststoffkörper welcher, wie Langfender auch mit Druckluft gefüllt werden. Sein Vorzug besteht genau in dieser speziellen Form, denn hierdurch kann er perfekt abrollen und bietet durch seine hohe Dämpfungswirkung durch den breiten Querschnitt großen Schutz vor Schäden am Rumpf. Kugelfender werden oft als sogenannte „Manöver-Polster“ und „Stand-by Fender“ an Bord verwendet und kommen beim Anlegen und Manövrieren zum Einsatz.

Wir empfehlen Ihnen sowohl für Langfender als auch Kugelfender unsere Qualitätsfender von Seatec. Seatec Fender werden in einem Traditionsbetrieb in Europa hergestellt und unterliegen strengen Qualitätsvorgaben. Durch die Eigenproduktion können wir dennoch günstige Preise für die Fender garantieren. Auch Sonderanfertigungen in anderen Farben und Größen können wir so verwirklichen.

Flachfender

Flachfender

Flachfender und Kissenfender

Kissen- und Flachfender sind eine super Sache! Der große Vorteil dieser Fendervariante ist seine bessere Verstaubarkeit, die geringe Wahrscheinlichkeit, dass sie verrutschen sowie ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Sobald der Fender eingeholt ist, kann er zum Beispiel als Sitzkissen oder als Mini-Tisch verwendet werden. Kissenfender werden aus Schaumstoff hergestellt und sind je nach Modell zum Beispiel mit einem Nylonüberzug versehen. Kissenfender werden vor allem beim Schleusen und zum Kranen und Slippen gerne benutzt. Einziger Nachteil im Vergleich zum traditionellen PVC Fender ist seine Leichtigkeit welche beim Anlegemanöver bei starkem Wind schon mal zu fliegenden Kissen führen kann. Außerdem ist der traditionelle Kissenfender langfristig nicht ganz so strapazierfähig, wie PVC Fender. Tipp: Bei viel Wind hilft es den Kissenfender an der Unterseite mit einer extra Schot zu versehen, die sich mit Wasser vollsaugt und den Fender auch bei Starkwind nach unten holt um Ihr Boot zu schützen. Eine neu, farbenfrohere Variante des Flachfenders bietet die Marke seaEQ. Die Langfender der Marke seaEQ sind sehr lang und bieten somit einen großflächigen Schutz für Ihr Boot. Gerade, wenn sie nicht viel Platz haben und das Manövrieren in die Box zur Zentimeter Arbeit wird, schaffen seaEQ Fender Abhilfe.

Stegfender

Dalbenfender

Steg – und Dalbenfender

Dalbenfender, oft auch als Pfahlfender bezeichnet, sind ideal um an Bord Ihres Schiffes Platz einzusparen. Natürlich sollten Sie immer noch ausreichend viele Fender zur eigenen Sicherheit mitführen, jedoch kann die eigene Box gut mit Dalbenfendern versehen werden, um sich lästiges Ausbringen und Einholen der Fender am eigenen Liegeplatz zu sparen. Stegfender existieren auch in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel als rollender, runder Stegfender welche bei Berührung mit der Schiffsbewegung mit rollt und als traditionelle Pontonfender.

Treppenfender

Treppenfender

Andere Fenderformen und Fenderarten

Neben den gängigen Langfender und Kugelfendern gibt es etliche andere, nützliche Fendertypen, wie zum Beispiel der Fender als Stufe oder sogar der Fender als Einstiegsleiter.

Tipps & Tricks

Wo verstau ich meine Fender?

Mach doch mal Platz – wo verstaue ich meine Fender?

Ein kurzer Blick in die Backskiste zeigt auf den meisten Schiffen ein ähnliches Bild: Bootsfender beanspruchen im Allgemeinen den meisten Stauraum und erweisen sich als unpraktisch, wenn es darum geht sie zu verstauen. Trotzdem geht Sicherheit vor und am Fender sollte auch bei wenig Platz nicht gespart werden, denn ein zu kleiner Fender ist fast so schlimm wie gar kein Fender. Doch wohin bloß mit den voluminösen Weggefährten? Das Deck und die Reling bieten sich hier perfekt an. In unserem Sortiment finden Sie Fenderkörbe aus stabilen Edelstahl, die sich einfach an den Rohren der Reling befestigen lassen und sowohl in grader Form, als auch schräg für Backbord und Steuerbord erhältlich sind. Mit Fenderhaltern aller Art können die Fender auch am Heck Ihrer Yacht – dort, wo sie wahrscheinlich an wenigsten stören – befestigt werden. Wenn Ihre Bootsfender ganz von Deck verschwinden sollen bleiben Ihnen nur 2 Möglichkeiten: Ihre Backskisten oder die Kajüte.

Luft und Druck

Luft und Druck – was muss ich beachten?

Aufblasbare Lang- und Kugelfender werden von uns, bedingt durch den Versand, luftleer ausgeliefert. Der Fender muss daher von Ihnen selber aufgepumpt werden. Wie pumpe ich einen Fender auf? Zum Aufpumpen von Fendern der Marke Polyform bietet SVB Ihnen eine spezielle Luftpumpe an. Diese funktioniert nicht mit unseren SEATEC Fendern. Zum Aufblasen der Seatec Fender empfehlen wir Ihnen Ihre Fender an der Tankstelle oder im Hafen mit Luftdruckkompressoren aufzupumpen. Wieviel Druck braucht mein Fender? Lang-und Kugelfender benötigen, bedingt durch Ihr Volumen wenig Innendruck. Der empfohlene Druck liegt in der Regel bei 0,15 bis 0,2 bar, hängt jedoch auch vom Umfang und der Größe des Fenders ab. Zum Vergleich: Die Reifen unsere SEATEC Bordfahrräder sollten mit ca. 2,5-3 bar befüllt sein. Achtung: Unzureichender Druck auf den Fendern beeinträchtigt die Schutzwirkung– zu viel Druck verringert indes die Dämpfung und den Komfort. Im Allgemeinen gilt, dass Langfender sich beim Aufpumpen nicht seitlich wölben sollten und, dass das Material aller Fender bei Daumendruck eine Daumenbreite nachgibt. Es ist zu empfehlen, Fender die länger hoch beansprucht wurden auf den richtigen Druck zu testen. Bei moderatem Druckverlust muss eventuell nachgepumpt werden. Nur sehr selten kommt es hingegen vor, dass Fender platzen – doch wenn dies doch einmal passiert sollten Sie gewappnet sein: Das Ventil eines platzenden Fenders kann wie ein Ventil wirken! Deshalb empfehlen die SVB Fenderspezialisten den Fender möglichst mit dem Ventil nach unten aufzuhängen. So geht der "Schuss" ins Wasser und kann niemanden an Deck treffen.

Wie und wo befestige ich meine Fender?

Wo bringe ich den Fender an?

Wo?

Beim Schlagwort richtiges Festbändseln der Fender an Bord scheiden sich die seemännerischen Geister, denn in den meisten Situation richtet sich die Position und Anbringung der Fender nach der jeweiligen Situation, der Art des Schiffes und den gegebenen Anbringungsmöglichkeiten. Normalerweise werden Fender an der Reling, an den Handläufen oder auch an Klampen befestigt. Natürlich sollte der Fender generell immer dort hängen, wo es ohne Ihn zu Kratzern oder Schäden am Schiff kommen würde. In den allermeisten Fällen wird der Fender oben an der Reling angebracht. Wenn Ihre Fender jedoch starken Belastungen ausgesetzt sind, empfehlen wir Ihnen eher ein tiefes Anbringen der Fender zum Beispiel an einer Klampe, einer Winsch oder an einer Lochleiste/Fußreling. Erstens kann der Tampen dann aufgrund seiner Kürze nicht so stark hin und herschwingen, und zweitens ist der Hebel an der jeweiligen Anbringung viel kürzer, so dass sich diese nicht so leicht verbiegen kann. Hier empfiehlt sich eine Anbringung der Leine von Außen über die Fußreling hinweg nach unten durch das Loch um sogenannte Schamfilen zu vermeiden. Einen geradezu perfekten Anbringungsplatz stellt auch der Fußbereich der Relingsstützen dar! Auch der Fender selber kann Schaden anrichten, wenn er zu nah am Rumpf hängt und so an Ihrem Gelcoat scheuert. Es gilt: sowohl zu hoch angebracht, als auch zu tief, leistet der Fender keinen optimalen Schutz. Versuchen Sie also immer die goldene Mitte zu finden! Kleiner Tipp: Verwenden Sie nicht nur eine Fenderleine, sondern eine an jeder Fenderseite (zumindest bei Langfendern) denn so können Ihre Langfender nur schwer zur Seite wegrollen und verursachen weniger Schäden am Bootsrumpf. Großer TIPP: In vielen deutschen Häfen können Sie nie genau wissen, wie viele Boote sich noch im „Päckchen“ längsseits an Sie ran gebunden haben, wenn Sie von Ihrem Landgang und Strandspaziergang wiederkommen. Deshalb empfiehlt es sich vorzusorgen um Ihr Boot vor anderen Skippern zu schützen, die es mit der Pflege Ihres Schiffes nicht ganz so eng nehmen und die offene Seite Ihrer Yacht mit ausreichend Fendern zu versorgen.

Wie bringe ich den Fender an?

Wie?

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Fender mit dem „Webeleinsteg“ Knoten zu befestigen. Dies ist der weitverbreitetste Knoten unter Yachties und muss in Deutschland auch für den Sportbootführerschein gekonnt werden. Jedoch gibt es bei der genauen Umsetzung des Knotens auch hier Meinungsverschiedenheiten unter Seemännern und Frauen. Die einen setzen den Knoten auf Slip, um den Fender im Bedarfsfall schnell versetzen zu können andere schwören grade bei geschlagenen Tauwerk, auf einen zusätzlichen halben Schlag, um unter Last den Verlust des Fenders vorzubeugen, da sich ein einfacherer Webeleinsteg unter Wind und Welle doch leicht lösen kann. SVB bietet Ihnen außerdem praktische Fenderhalter in verschiedenen Materialien, Farben und Ausführungen an. Fenderhalter haben als positiven Nebeneffekt den Schutz der Fenderleine, denn Sie verhindern einen Abrieb dieser am Drahtseil der Reling. Ein alternativer Fenderknoten wären anderthalb Rundtörnqs mit zwei halben Schlägen.

Webleinstek
Wie bringe ich den Fender an?

Die Farbe meines Fenders – wirklich wichtig?

SVB bietet Ihnen verschiedene Bootsfender in unterschiedlichen Farben an. Natürlich ist die Wahl der Fenderfarbe hauptsächlich Geschmackssache, die Farbe erfüllt aber teilweise auch einen Zweck. Dann nämlich, wenn Sie Ihre Fender zum Beispiel als Ankerbojen zweckentfremden. Hier eignen sich besonders auffällige Farben für den Fender. Allgemein ist es natürlich so, dass helle Fender eher schmutzempfindlich sind und dunkle Fender sehr gut zu dunklen Rümpfen passen. Bei der Auswahl der Farbe Ihrer Fender können Sie sich also ganz auf Ihren guten Geschmack verlassen.

Wie reinige ich meine Fender?

Nach der Saison sieht man einem Fender seine guten Taten an! Er weist, je nach Beanspruchung Spuren von rostigen Spundwändenoder einer schmutzigen Nachbaryacht auf, ist vergilbt oder mit Grünzeug besetzt. Es gilt: warten sie nicht erst den ganzen Winter ab Ihre Fender zu reinigen, sondern entfernen Sie Verschmutzungen umgehend oder gleich beim Einlagern des Bootes. Hierfür bieten wir Ihnen eine ganze Reihe an Fenderreinigungsprodukten an. Hier ist generell darauf zu achten, immer mit Handschuhen zu arbeiten. Jeder Hautkontakt - was natürlich auch und gerade für die Augen gilt - ist daher grundsätzlich zu vermeiden. Bei starken Verschmutzungen empfiehlt sich eine Vorreinigung des Fenders mit Wasser und Schwamm.


Sinnvolles und praktisches Zubehör zu Ihren Fendern

Fenderleine & Fendersocke

Die Fenderleine

Die Fenderleine sollte extra zu den jeweiligen Fendern hinzugekauft werden. Hier bieten wir sowohl Produkte der Marke Gleistein, als auch der Marke Liros in verschiedenen Farben an.

Das Fenderbrett

Das altbewährte Fenderbrett ist ein Fenderergänzungsmittel welches an Bord nicht fehlen sollte, wenn Sie häufig an Spundwänden festmachen und schleusen. Es verhindert ein Verrutschen der Fender und schützt Ihren Rumpf so vor ungewollten Kollisionen mit der Spundwand. Das Fenderbrett sorgt dafür, dass sich auch an einem Dalben mit einem konventionellen Fenderpaar ein optimaler Schutz realisieren lässt. Zugleich kann es auch als Gangway-Ersatz dienen.

Die Fendersocke

Um Verschmutzungen am Fender und am Rumpf durch den Fender vorzubeugen gibt es eine weit verbreitete Möglichkeit: die Fendersocken. Fendersocken sind Überzieher aus Stoff, welche sich einfach anbringen und wieder entfernen lassen. SVB bietet Ihnen sowohl Fenderüberzieher für Langfender als auch für Kugelfender an. So kann man diese einfach in die Waschmaschine stecken und waschen. Fendersocken helfen auch gegen das nervige Fenderquietschen, vor allem bei Nacht. Kleiner Tipp gegen das Quietschen, wenn grade keine Fendersocke zur Hand ist: hängen Sie ein nasses Handtuch zwischen Rumpf und Fender.

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