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Diesel Motor einwintern

So machen Sie Ihren Diesel-Bootsmotor winterfest!

Die Saison ist vorbei, die Boote kommen aus dem Wasser. Höchste Zeit für eine kleine Anleitung, wie man den Dieselmotor winterfest macht.

Zu Saisonende stehen alle Bootseigner jedes Jahr vor der gleichen Aufgabe - ihr Boot für das Winterlager vorbereiten. Das schließt auch, oder ganz besonders den Dieselmotor mit ein. Denn defekte Motoren entstehen oft in der Winterpause durch Rost und Frost. Während der Garantiezeit des Motors, ist es empfehlenswert, die Winterkonservierung von einer autorisierten Fachwerkstatt durchführen zu lassen.

Nach Ablauf der Garantie kann die Einwinterung des Motors aber mit ein bisschen handwerklichem Geschick auch selbst durchgeführt werden. Die wichtigsten Arbeiten zur Einwinterung erklären Ihnen unsere SVB-Motorexperten kurz und verständlich. Alle nötigen Pflegemittel, Werkzeuge und weiteres Zubehör zur Instandhaltung Ihres Dieselmotors finden Sie in unserer Kategorie Motor, Technik

Beginnen Sie mit der Einwinterung bereits, wenn Ihr Boot noch im Wasser liegt. Befreien Sie den Motor mit einem Schwamm und Spülmittel von Verschmutzungen und nutzen Sie die Gelegenheit, ihn auf Kratzer und Roststellen zu untersuchen.

Ölwechsel vor der Motor-Einwinterung

Das Auswechseln des Motor- und Getriebeöls vor der Wintereinlagerung des Bootes ist wichtig, da sich im verbrauchten Öl Säuren befinden, die das Metall des Motors angreifen können. Auch andere Schadstoffe und mögliche Wasserrückstände können über den Winter Schäden am Motor verursachen. Wenn Ihr Kompressor und die Einspritzpumpe über separate Ölhaushalte verfügen, ist auch hier ein Ölwechsel nötig.

Lassen Sie zunächst den Motor warmlaufen, um das Öl dünnflüssiger zu machen. Anschließend kann es ganz leicht mit einer Absaugpumpe in einen Reserve- oder Ölkanister abgepumpt werden. Füllen Sie dann neues Öl nach den Angaben Ihrer Motoranleitung auf.

"Wenn Sie den Motor länger als nur für die Winterpause konservieren möchten, empfehlen wir Ihnen spezielles Konservierungsöl. In diesem Fall muss das Öl zum Saisonstart noch einmal gewechselt werden."

Filterwechsel bei Dieselmotoren

Mit Hilfe eines Filterschlüssels oder Filterbandes lassen sich sämtliche Filter leicht wechseln. Für das Lösen und Abschrauben des Ölfilters ist es empfehlenswert, eine Schüssel unter den Filter zu stellen und Lappen bereit zu halten, da das Gefahr läuft, in die Bilge zu tropfen.

Stellen Sie sicher, dass die Gummidichtung korrekt sitzt. Bestreichen Sie die Kontaktflächen mit etwas Öl, um ein Verrutschen der Dichtung zu vermeiden und montieren Sie den neuen Ölfilter handfest. Lassen Sie den Motor ein paar Minuten laufen, damit sich das Öl verteilt und suchen Sie anschließend den Filter auf Leckagen ab.

Kontrolle der Keilriemen vor der Wintereinlagerung

Die Wintereinlagerung Ihres Motors stellt eine gute Gelegenheit dar, um Ihren Keilriemen hinsichtlich eventueller Schäden und auf ausreichende Spannung zu kontrollieren. Ausgefranste oder beschädigte Riemen müssen ausgetauscht werden. Keilriemen, die mehr als 10mm nachgeben, wenn man mit dem Daumen auf die Mitte des Riemens drückt, müssen nachgespannt werden. Wie dies funktioniert, ist in Ihrem Motorhandbuch beschrieben.

Kraftstoffsystem von Bootsmotoren pflegen

Entleeren Sie zunächst den Wasserabschneider. Öffnen Sie dafür die Schraube des Ablassers und lassen Sie das Wasser in eine Schüssel ablaufen, bis nur noch Diesel kommt. Erneuern Sie dann die Filterpatronen und Filtereinsätze und entlüften Sie den Motor nach den Anweisungen Ihrer Motoranleitung. Fügen Sie abschließend ein Kraftstoffadditiv in den Tank, das Ablagerungen löst, Feuchtigkeit bindet und den Motor gegen Korrosion schützt, am besten, wenn sich das Boot noch im Wasser befindet. Es ist nötig, den Motor länger als ein paar Minuten laufen zu lassen, um den Mitteln die Möglichkeit zur Wirkung zu geben.

Kühlsystem von Bootsmotoren einwintern

Mit den Einwinterungsarbeiten des Kühlsystems sollte man erst an Land beginnen. Kontrollieren Sie zunächst das Innenkreissystem auf ausreichend Frostschutz und ersetzen Sie, wenn nötig, etwas Kühlflüssigkeit durch Frostschutzmittel. In diesem Fall sollten Sie den Motor noch ein paar Minuten laufen lassen, damit sich Kühlflüssigkeit und Frostschutz vermischen und gut verteilen. Prüfen Sie dann den Frostschutz erneut.

Als nächstes muss das Seewasserkreissystem (Seewasserfilter, Pumpe, Getriebe und Auspuffanlage), wie in Ihrer Motoranleitung beschrieben, gründlich mit Süßwasser gespült werden. Dazu kann der Motor mit Spülanschluss laufen gelassen, oder alternativ der Kühlwasser-Ansaugschlauch am Seewasserfilter oder am Bodenventil abgezogen, und mit einem Gartenschlauchlauch an einem Wasserhahn angeschlossen werden. Dabei ist es wichtig, dass immer genügend Wasser nachläuft, um sicherzustellen, dass der Motor nicht trockenläuft.

Möglichst zeitnah nach dem Entwässern, solange das Thermostat noch geöffnet ist, sollte das Kühlsystem mit Frostschutzmittel konserviert werden. Wir empfehlen ein Gemisch von mindestens -25°C für eine optimale Frostsicherheit! Schließen Sie das Seewasserventil für die Kühlwasseransaugung und lassen Sie das Frostschutzmittel einfach bei Leerlaufdrehzahl über einen Schlauch, zum Beispiel den abmontierten Kühlwasseransaugschlauch, von der Pumpe ansaugen und durch das Kühlsystem laufen. Alternativ können Sie das Frostschutzmittel auch direkt in den aufgeschraubten Seewasserfilter gießen. Lassen Sie in beiden Fällen den Motor danach noch einmal laufen, bis gefärbtes Wasser aus dem Auspuff kommt.

Die Einwinterung des Kühlsystems umfasst auch die Kontrolle der Seewasserpumpe. Ziehen Sie dafür den Impeller aus der Pumpe und prüfen Sie ihn nach dem Abspülen auf Beschädigungen. Über den Winter sollte der Impeller an einem trockenen Platz aufbewahrt und im Frühjahr mit einer neuen Dichtung wieder eingebaut werden. Es empfiehlt sich, immer einen Ersatzimpeller an Bord zu haben. Sofern die Impellerpumpe im Z-Antrieb verbaut ist, sollten Sie die Überprüfung unbedingt vom Fachmann durchführen lassen.

Bauen Sie auch das Sieb aus und reinigen Sie es und überprüfen Sie Schläuche und Schlauchschellen und erneuern diese, wenn nötig.

Abschmieren von Dieselmotoren

Fetten Sie die Schmiernippel & beweglichen Teile der Lenkung ein. Wo sich die Schmiernippel befinden und welches Fett man verwenden soll, steht in der Bedienungsanleitung des Motorherstellers.

Kontrolle von Motorbälgen

Kontrolle der Bälge/Manschette auf Schaden und Porosität Durch einen undichten Balg an der Antriebswelle kann Wasser in den Antrieb gelangen, was zu kapitalen Schäden führen kann. Deshalb sollte man sich im Zweifel immer für einen neuen Balg entscheiden.

Die genauen Schritte zur Einwinterung Ihres Motortyps finden Sie auch in der Bedienungsanleitung Ihres Dieselmotors beschrieben.

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