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Das richtige Marinefernglas

Das richtige Marinefernglas auswählen

Wenn es um die Auswahl eines Paares von Ferngläsern für den Einsatz auf einem Motor- oder Segelboot geht, haben Sie die Wahl zwischen unzähligen Modellen und Marken, die am Markt sind. Generell gilt, dass es sich lohnt, für ein gutes Fernglas Geld auszugeben. Wenn Sie aber nicht genau wissen, was Sie suchen und brauchen, kann die richtige Entscheidung recht schwer fallen. Dies fängt schon bei der Fernglasgröße und seiner Ausstattung an: Was ist der Unterschied zwischen einem 7x50 und einem 8x32 Fernglas? Sind beschichtete Linsen wichtig? Gibt es wasserdichte Gläser? Im folgenden Text erklären unsere SVB-Experten Ihnen, was diese Zahlen aussagen, welche wirklich wichtig sind und was ein Marinefernglas unbedingt können und haben sollte. Unsere große Auswahl an Marine-Ferngläsern finden Sie in unserer Kategorie Ferngläser.

Wie bemisst man ein Fernglas?

Ferngläser werden normalerweise mit zwei Ziffern beschrieben, wie zum Beispiel „7x30“ oder „7x50“. Die erste Ziffer kennzeichnet die Vergrößerung und Leistung des Glases. Sie gibt also an wie nah ein Objekt angezeigt werden kann, wenn Sie durch das Glas gucken. Bei einem 7x50 Fernglas wird das Bild dieses Objektes siebenfach vergrößert. Eine erhöhte Vergrößerung verringert die Helligkeit des Bildes. Je mehr Vergrößerung gewünscht ist, desto größer müssen die Objektivlinsen ausfallen und die Helligkeit aufnehmen zu können. Die zweite Ziffer beschreibt den Durchmesser der Objektivlinse (die Linse vorne) in Millimetern.

"Die Vergrößerung von Ferngläsern sollte auf dem Wasser nicht zu groß sein."

Viele Ferngläser für die Vogelbeobachtung oder Sternenbeobachtung bieten eine viel zu starke Vergrößerung für den Einsatz auf einem Schiff. Je mehr ein Objekt vergrößert wird, desto schwieriger ist es, es auch noch im Blick zu behalten, deswegen ist eine 7x Vergrößerung die ideale Vergrößerung für den Gebrauch auf Booten von einer Länge bis 15 Metern.

Marine-Ferngläser sind robust und wasserabweisend!

Ferngläser von Seglern und Motorbootfahrern sind natürlicherweise größeren Strapazen ausgeliefert als Liebhabermodelle, die vor allem in der Vitrine zu Hause ihren Platz finden. Das Fernglas kann bei Seegang und Krängung leicht zu Boden fallen oder hin und her rutschen. Auch wird wie bereits beschrieben, schneller nass als im Gebrauch an Land und sollte daher vorzugshalber wasserdicht oder mindestens wasserabweisend sein.

"Ein wasserdichtes Fernglas ist ein Muss für jeden Offshore-Wassersportler!"

Ein Fernglas, das an Bord eines Bootes benutzt wird, ist immer einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit sowie Spritzwasser ausgeliefert. In Kombination mit sich ständig ändernden Temperaturen kann es bei nicht wasserfesten Ferngläsern schnell vorkommen, dass die Gläser von innen und / oder außen beschlagen und so unbenutzbar werden. Eine wasserdichte Konstruktion, mit einem inneren O-Ring, gefüllt mit trockenem Stickstoff, schützt Ihr Fernglas vor eindringender Feuchtigkeit und einem möglichen Wassereinbruch, falls das Glas Ihnen einmal über Bord fallen sollte. Deshalb empfehlen unsere SVB-Experten Ihnen, vor allem bei regelmäßigem Gebrauch auf offener See, den Kauf eines wasserdichten Glases, wie wir sie von der Marke SEATEC anbieten.

Muss das Fernglas einen integrierten Kompass haben? Was sind die Vorteile?

Eingebaute Kompasse, die in der Nähe des Bildes, durch das Objektiv überlagert erscheinen, machen es dem Betrachter möglich, Kurs auf ein gewähltes Objekt zu nehmen, welches mit einem normalen, tragbaren Kompass nicht sichtbar wäre. Ein Fernglas mit integriertem Kompass kann somit beim Peilen sehr hilfreich sein und die Navigation an Bord erleichtern. Wenn Sie also vor der Wahl stehen: Fernglas mit oder ohne Kompass, empfehlen unsere SVB-Experten Ihnen, bei aktiver Nutzung des Fernglases, immer die Variante mit Kompass zu kaufen.

Ferngläser mit Fokus-Extrafunktionen

Ferngläser können einen unabhängigen Okularfokus haben, welcher die Unterschiede zwischen den Augen verschiedener Benutzer des Fernglases und unterschiedlicher Abstände zum Objekt kompensiert. Bei Zentralfokus-Ferngläsern kann ein Augenteil angepasst werden um sich den unterschiedlichen Stärken Ihrer Augen anzupassen. Danach justiert ein Fokus-Knopf den Abstand beider Seiten.

Steiner Ferngläser verwenden einen fixierten Fokus mit einer sehr weiten Schärfentiefe. Diese Fokus-Funktion wird „Sport Auto-Fokus“ genannt und besticht durch ein gestochen scharfes Bild, ohne wiederholt nachfokussieren zu müssen. Nach einmaligem Einstellen passt sich Ihr Steiner Fernglas mit Sport Auto Fokus automatisch an verschiedene Situation an. Dies ist vor allem bei schlechten Wetterverhältnissen an Bord ideal, um schnell zwischen unterschiedlichen Beobachtungsdistanzen wechseln zu können ohne nachjustieren zu müssen.

Ihr Budget – Wie viel möchten Sie für ein Fernglas ausgeben?

In Ihrem SVB-Online Shop und im SVB-Katalog erhalten Sie sowohl Einsteigergläser zum kleinen Preis, Gläser im mittleren Preissegment, wie unser SEATEC Ferngläser und teurere Qualitätsgläser der Marke Steiner. Hier reichen die Preise von unter 40€ bis zu mehreren tausend Euros. Generell gilt: Gute Gläser mit brillanten und kontrastreichen Darstellungen sind teuer und jede Funktion macht sich bezahlt! Für optische Höchstleistungen und eine robuste Mechanik, die auch Nässe, Kälte und Hitze dauerhaft standhält, empfehlen wir Ihnen die Auswahl eines qualitativ hochwertigen Fernglases von Steiner. Der Unterschied zu einem Low-Price Produkt ist im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar und macht sich durch nachfolgende Eigenschaften bemerkbar.

Die relative Helligkeit des Bildes – je größer das Objektiv, desto heller ist das Bild!

Mit der geometrischen Lichtstärke kann rechnerisch die Helligkeit eines Fernglases bestimmt werden, die ein Anzeichen für die Funktionalität der Optik ist. Die Helligkeit bzw. die geometrische Lichtstärke kann man anhand der Abmessungen der Fernglaskomponenten berechnen: (Objektivdurchmesser / Vergrößerung)². Man erkennt deutlich, dass ein größeres Objektiv sofort eine größere Helligkeit liefert: Ein Fernglas mit einer Objektivgröße von 30 weist eine Helligkeit von 18,3 ((30/7)²= 18,3) auf, während ein Fernglas mit einer Objektivgröße von 50 eine Helligkeit von 50 ((50/7)²= 50) aufweist! Hier erhöht sich die relative Helligkeit des Bildes um 177%! Es lohnt sich also, in ein teureres Glas mit größerem Objektiv zu investieren, um von einer stärkeren Helligkeit zu profitieren. Günstige und weniger qualitative Objektive lassen weniger Licht zu Ihren Augen durchkommen – nämlich nur etwa 70 - 75%. Die Spitzenmodelle der Fernglasmarken Steiner und FUJINON leisten je nach Modell viel mehr! Sie lassen bis zu 97% des Lichtes, welches auf das Objektiv einfällt, auch wirklich durch, was bedeutet, dass angeschaute Objekte heller und schärfer dargestellt werden können als bei günstigeren Gläsern. Dies erleichtert nicht nur die Sicht, sondern lässt Ihre Augen auch weniger schnell ermüden.

Die Berechnung Dämmerungszahl eines Fernglases und wofür sie wichtig ist

Die Dämmerungszahl gibt an, wie lichtstark ein Fernglas in der Dämmerung ist. Je höher die Dämmerungszahl, desto mehr Details sind auch bei schlechten Lichtverhältnissen sichtbar. Die Dämmerungszahl bei Ferngläsern berechnet sich wie folgt: √(Vergrößerung x Objektivdurchmesser). Ein Fernglas mit einer Vergrößerung von 8 und einem Objektivdurchmesser von 42 mm hat also eine Dämmerungszahl von 18,3 (8x42 = 336. √336 = 18,3). In einem Land wie Deutschland, in dem die Dämmerungszeit lang ist, macht es Sinn, sich für ein Fernglas mit hoher Dämmerungszahl zu entscheiden. In anderen Ländern oder beispielsweise in den Tropen, wo die Dämmerungszeit kurz ist, spielen Lichtstärke und Helligkeit eines Fernglases eine größere Rolle.

Die Beschichtung der Objektivlinsen – je besser die Beschichtung, desto klarer die Darstellung

Die Linsen von Ferngläsern erhalten während ihrer Herstellung eine chemische Beschichtung, die nicht nur vor Kratzern schützt, sondern vor allem auch die Effekte von Reflektionen verringert (Entspiegelung) und so die Lichtdurchlässigkeit der Linse erhöht. Diese Beschichtung macht sich in Form von bunten Farben bemerkbar. Je weniger Farbe man erkennen kann, desto hochwertiger ist die Beschichtung. Wenn das Licht auf die Gläser fällt, werden zwischen 5 und 10 % des Lichtes vom Glas reflektiert, welches dann folglich nicht zum Auge des Betrachters durchdringt und Objekte weniger hell, kontrastreich und scharf darstellt. Eine ideale, qualitativ hochwertige Beschichtung schafft es, diese Reflektion bis auf ein Minimum (ca. 1%) zu reduzieren.

Ferngläser im Vergleich

STEINER Fernglas NAVIGATOR PRO 7x30c mit Kompass STEINER
NAVIGATOR PRO
7x30c
STEINER Fernglas NAVIGATOR PRO 7x30 STEINER
NAVIGATOR PRO
7x30 & 7x50
COMMANDER 7x50 STEINER
COMMANDER
7x50c
TARGET 7x50 digital SEATEC
TARGET
7x50, digital
TARGET 7x50 analog SEATEC
TARGET
7x50, analog
Kompass HD-stabilisiert HD-stabilisiert digital analog
Peilung Peilmarke Peilmarke Präzisions-Strichplatte Strichplatte Strichplatte
Sport-Auto-Fokus
Objektiv-Durchmesser 30 mm 30 mm / 50 mm 50 mm 50 mm 50 mm
Lichtstärke 18,4 18,4 / 51,02 51,02 - - - - - -
Dämmerungszahl 14,5 14,5 / 18,7 18,7 - - - - - -
Wasserdichtigkeit bis 5 m bis 5 m bis 10 m

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