ARC – einmal über den Atlantik
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ARC – einmal über den Atlantik

Die ARC bietet die Möglichkeit einer sicheren Atlantik Überquerung in der Gruppe. Mehr als 300 Boote aus über 35 Nationen brechen jedes Jahr im November in Gran Canaria auf, um in die Karibik zu segeln.
SVB ist offizieller Partner der ARC. Neben allen wichtigen Informationen zur Rallye erhalten Sie bei uns die nötige Ausrüstung für Ihre Teilnahme.

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Folgende Ausrüstung muss an Bord vorhanden sein und wird während der Sicherheitsüberprüfung vor dem Start komplett überprüft

Um an der ARC Rallye teilnehmen zu dürfen, gibt das offizielle Rallye-Handbuch Auskunft über Ausrüstungsgegenstände, die verpflichtend mitzuführen sind und empfiehlt darüber hinaus weitere Ausrüstung, die an Bord besser nicht fehlen sollten. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, bieten wir Ihnen im Folgenden eine Übersicht über alle bei uns erhältlichen Produkte an, die die ARC-Bestimmungen erfüllen.

1. Rettungsinseln

Mitzuführen ist eine für diesen Zweck entwickelte, sich selbstaufblasende Rettungsinsel mit ausreichender Kapazität für alle Crew-Mitglieder. Bei der Auswahl der richtigen Rettungsinsel gilt: Wählen Sie die Größe der Insel so aus, dass sie im Idealfall genau für die Anzahl der Crewmitglieder ausgelegt ist, da sie dann die besten Eigenschaften aufweist. Grundsätzlich muss die Rettungsinsel der Norm ISO 9650-1 (Klasse A) entsprechen und mit einem Notfallpaket 2 ausgestattet sein, das die Versorgung der Insassen für mehr als 24 Stunden sicherstellt. Bitte beachten Sie, dass die Rettungsinsel der Marke SEAGO, SEA MASTER und der Marke PLASTIMO TRANSOCEAN mit einem optional erhältlichen Grabbag ausgestattet werden müssen, um die ARC-Sicherheitsbestimmungen Notfallpaket für >24h zu erfüllen.

Bei der Auswahl des Aufbewahrungsortes an Bord ist unbedingt darauf zu achten, dass die Rettungsinsel so verstaut ist, dass sie innerhalb von 15 Sekunden zu Wasser gelassen werden kann. Die Auslöseleine muss stets an einem ausreichend dimensioniertem Befestigungspunkt an Deck befestigt sein. Ohne die feste Verbindung zum Schiff würde die Rettungsinsel beim Wurf ins Wasser nicht auslösen und vor allem auch wegtreiben.

2. EPIRBs

Die mitzuführende EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon) muss schwimmfähig sein und automatisch durch den Kontakt mit Wasser auslösen oder manuell aktivierbar sein. Sie sendet die Notsignale mit der GPS-Position auf der Frequenz 406 MHz (Satellitenfrequenz) und ein Suchsignal auf und 121,5 MHz (Peilfrequenz) aus. Die parallele Nutzung der zwei Frequenzen beschleunigt die Bergung, da somit umliegende Schiff und darüber hinaus auch Rettungshubschrauber das Notsignal einpeilen können.

Kommunikationsausrüstung:

Kommunikationsausrüstung

3. SSB – Kurzwellen-Seefunkanlage

Mithilfe einer Kurzwellen-Seefunkanlage (kurz: SSB; Single Side Band) kann über sehr große Distanzen gefunkt werden. Neben dem Seefunk wird der Kurzwellenbereich auch von Flugzeugen sowie vom Militär verwendet und ist daher krisensicher. Um sich auf nautisch anspruchsvollen Seepassagen mit anderen Seglern austauschen zu können, ist eine Kurzwellenfunkanlage auch für die Teilnahme an der World ARC vorgeschrieben. Für die ARC ist es nicht vorgeschrieben aber empfohlen. Alle Informationen rund um das Thema SSB an Bord, mit hilfreichen Tipps und Tricks zur Montage sowie Hilfestellung bei der Auswahl der richtigen Komponenten finden Sie in unserem SSB Ratgeber.

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4. UKW - Ultrakurzwellen-Seefunkanlage

Neben einer SSB-Seefunkanlage muss auch eine UKW-Funkanlage an Bord vorhanden sein. Der Unterschied der beiden Funkgeräte-Arten liegt in der Nutzung von unterschiedlichen Frequenzbereiche. Die UKW-Funkanlage muss, um den ARC-Vorschriften zu entsprechen, über einen integrierten DSC-Controller verfügen und eine Ausgangsleistung von mindesten 25 Watt haben. Mithilfe des DSC-Controllers lässt sich ein Seenotruf an alle sich in der Umgebung befindenden Schiffe aussenden. Zudem ermöglicht der DSC-Controller direkte Anrufe anderer Schiffe über die jeweilige MMSI Nummer. Neben einer Antenne im Mast muss eine Notantenne für das UKW Funkgerät an Bord sein.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl aller UKW-Seefunkgeräte, die die Sicherheitsbestimmungen der ARC erfüllen:

5. UKW-Handfunkgerät

Zusätzlich zu den fest verbauten SSB- und UKW-Seefunkanlagen ist es verpflichtend, ein UKW-Handfunkgerät mit sich zu führen. Dieses muss eine Sendeleistung von mindestens 5 Watt aufweisen und komplett wasserdicht sein. Da das Handfunkgerät in einer Notsituation mit in die Rettungsinsel genommen werden sollte, empfiehlt es sich, ein Handfunkgerät zu verwenden, welches ebenfalls über einen integrierten DSC-Controller und GPS-Funktion verfügt. Dieser ermöglicht es, aus der Rettungsinsel heraus Seenoturufe abzusetzen, um eine Rettung schnellstmöglich einzuleiten​.

6. Passiver Radarreflektor

Zur notwendigen Decksausrüstung gehört auch ein passiver Radarreflektor. Dieser im Notfall ist in einer Höhe von mindestens 5 m über Deck (z.B. an der Flaggleine vorheißen) anzubringen. Ein runder Radarreflektor muss einen Durchmesser von 300 mm haben, ein Rechteck-Oktaeder eine Diagonale von 405 mm. Auch ein vorhandener Radarziel-Verstärker entbindet nicht von dieser Vorschrift. Der Hintergrund liegt auf der Hand: im Falle eines Stromausfalls an Bord würden keine Signale vom elektronischen Radarreflektor mehr gesendet werden können.

Folgende passive Radarreflektoren aus unserem Sortiment erfüllen die ARC-Sicherheitsbestimmungen:

AIS

7. AIS-Geräte (Automatic Identification System)

Unabdingbar ist ebenfalls die Verwendung von AIS-Geräten an Bord. Die AIS-Geräte unterscheiden sich in reine AIS-Empfänger und AIS-Transponder, die nicht nur AIS-Signale anderer Schiffe empfangen, sondern gleichzeitig auch schiffseigene AIS-Daten aussenden. Mithilfe dieser Geräte kann die Verkehrssituation auf dem Wasser dynamisch überwacht werden. Kurs und Geschwindigkeitsdaten umliegender Schiffe werden dabei automatisch angezeigt, sodass beispielsweise frühzeitig Entscheidungen zwecks Kollisionsverhütungen getroffen werden können. Aufgrund der hohen Anforderungen, die die Atlantik-Überquerung an die Ausrüstung stellt, sollte man über die Anschaffung eines AIS SOTDMA (Self Organizing TDMA) Transponders nachdenken. Im Vergleich zu herkömmlichen AIS-Transpondern senden SOTDMA-Geräte die AIS-Daten in einer höheren Frequenz aus. Gleichzeitig können ausgesendete SOTDMA-Signale der Klasse B (Freizeitschifffahrt) nicht mehr von Klasse-A-Geräten, wie sie in der Berufsschifffahrt verwendet werden, unterdrückt werden.

Für die World ARC, ARC/ARC+, ARC Caribbean 1500, ARC Europe und ARC USA ist ein AIS-Transponder vorgeschrieben. Dieser muss über eine verlustarme Antennenweiche an der UKW-Antenne im Masttop angeschlossen sein. Alternativ ist auch eine eigene AIS-Antenne erlaubt, die mindestens 381 mm lang ist und deren Fuß mindestens 3 m über Wasser montiert ist.

Um den Montage-Aufwand so gering wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, einen AIS-Transponder mit integriertem Splitter zu verwenden. Dieser kann direkt an die vorhandene UKW-Seefunkantenne des Funkgerätes angeschlossen werden.

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Für die ARC Portugal, ARC Channel Islands, ARC DelMarVa ist mindestens ein AIS-Empfänger vorgeschrieben.

AIS

Mann-über-Bord

Zusätzlich zu den an Bord fest verbauten AIS-Systemen, ist jedes Crewmitglied dazu verpflichtet, einen AIS Mann-Über-Bord-Sender bei sich zu tragen. Dieser muss je nach Aktivierungsmodus korrekt an der Rettungsweste befestigt sein.

Von den AIS MOB-Seenotsendern ist besonders der easyONE DSC CL zu empfehlen. Um die Chance auf eine schnelle Rettung zu erhöhen, sendet der easyONE DSC CL zusätzlich zum AIS-Notsignal auch noch einen DSC-Notruf an bis zu acht einprogrammierte MMSI Nummern aus.

8. Fackeln

Als visuelle Signalmittel für den Seenotfall sind Fackeln unabdingbar. Diese müssen dem SOLAS Standard entsprechen und dürfen nicht älter als das aufgedruckte Ablaufdatum oder älter als vier Jahre seit Herstellungsdatum sein. Zudem ist es wichtig, dass sie bis zum Ende der Rallye nicht ablaufen. Die pyrotechnischen Signalmittel müssen in einem wasserdichten Behälter zusammen mit Schutzhandschuhen und –brille verstaut sein. Als Mindestausrüstung sind vorgeschrieben: vier rote Handfackeln (zwei davon können elektronisch sein) und zwei schwimmfähige orangene Rauchfackeln.

Fackeln
Bilgenpumpen

9. Bilgenpumpen

An Deck muss eine manuell zu bedienende Bilgenpumpe verbaut sein, die von dort aus betrieben werden kann, auch wenn Niedergang und Luken geschlossen sind. Empfehlenswert ist es, auch unter Deck eine montierte Handpumpe zur Verfügung zu haben. Damit sie bei Wellengang und Krängung nicht verloren gehen können, müssen alle entfernbaren Pumpenhebel mit einer Leine an Deck befestigt sein.

10. Navigationslichter

Die Lichterführung der Yacht muss jederzeit der internationalen Seestraßenordnung entsprechen. Die ARC verlangt deshalb, dass zwei voneinander unabhängig schaltbare Positionslaternenkreise vorhanden sind. Um den Montage-Aufwand hierfür so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir ergänzend zu den vorhandenen Positionslaternen die folgende Dreifarbenlaterne anstelle der Ankerlaterne im Masttop zu installieren.

Folgende Navigationslichter aus unserem Sortiment erfüllen die ARC-Sicherheitsbestimmgen:

Sicherheitsausrüstung
Rettungswesten

11. Rettungswesten

Für jedes Crewmitglied ist eine selbstaufblasende Rettungsweste mit integriertem Harness an Bord mitzuführen. Für Kinder unter 40 kg muss eine schwimmfähige Rettungsweste vorhanden sein.

Folgende Standard-Ausstattung müssen die Rettungswesten aufweisen: Pfeife, Licht, Reflexstreifen, Schrittgurt, Spraycap, integrierter AIS Notsender (siehe nächster Punkt AIS-MOB) und Lifeline mit einer Länge von 2 m und drei Karabinerhaken.

Eine Rettungsweste kann aus Versehen auch ohne eine Person und ohne dass eine Notsituation vorliegt, über Bord gehen. In einem solchen Fall ist es von großer Bedeutung, den Namen des Schiffes und bestenfalls den Namen des Besitzers mit einem wasserfesten Stift auf die Weste geschrieben zu haben. So ist eine schneller Kontakt zum Besitzer der Weste möglich und es kann schnell klargestellt werden, ob es sich um einen Notfall gehandelt hat oder nicht.

12. Strecktaue und Einhakpunkte

Sowohl an Steuerbord als auch an Backbord und wo immer nötig müssen Strecktaue so verlegt sein, dass sich die Crewmitglieder bei der Arbeit an Deck und im Cockpit mit möglichst wenig Einhakmanövern bewegen können. Wichtig ist, dass das Einhaken schon erfolgen kann bevor das Deck betreten wird, um ein mögliches Überbordgehen zu verhindern.

Folgende Strecktaue aus unserem Sortiment erfüllen die ARC-Sicherheitsbestimmungen:

13. Weitere, vorgeschriebene Ausrüstung