Wie Sie das richtige Marinefernglas finden

Inhaltsverzeichnis


Eigenschaften von Marineferngläsern

  1. Vergrößerung & Leistung
  2. Schutz vor Feuchtigkeit

Optionale Ausstattungsmerkmale

  1. Integrierter Kompass
  2. Okularfokus

Preis

  1. Was kostet ein Marine Fernglas

Licht & Helligkeit

  1. Relative Helligkeit
  2. Dämmerungszahl
  3. Beschichtung der Objektivlinsen

Wie Sie das richtige Marine-Fernglas finden

Wenn es um den Kauf von Marineferngläsern geht, haben Sie die Wahl zwischen unzähligen Modellen und Marken am Markt. Generell gilt, dass es sich lohnt, für ein gutes Fernglas Geld auszugeben. Dennoch kann die Entscheidung schwer fallen. In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, welche Werte und Ausstattungsmerkmale wirklich wichtig sind und was ein Marinefernglas unbedingt können und haben sollte.

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Seatec 7x50

Wie bemisst man ein Fernglas?

Ferngläser werden normalerweise mit zwei Ziffern beschrieben, wie zum Beispiel „7x30“ oder „7x50“. Die erste Ziffer kennzeichnet die Vergrößerung und Leistung des Glases. Sie gibt also an wie nah ein Objekt angezeigt werden kann, wenn Sie durch das Glas gucken. Bei einem 7x50 Fernglas wird das Bild dieses Objektes siebenfach vergrößert. Eine erhöhte Vergrößerung verringert die Helligkeit des Bildes. Je mehr Vergrößerung gewünscht ist, desto größer müssen die Objektivlinsen ausfallen und die Helligkeit aufnehmen zu können. Die zweite Ziffer beschreibt den Durchmesser der Objektivlinse (die Linse vorne) in Millimetern.

"Die Vergrößerung von Ferngläsern sollte auf dem Wasser nicht zu groß sein."

Viele Ferngläser für die Vogelbeobachtung oder Sternenbeobachtung bieten eine viel zu starke Vergrößerung für den Einsatz auf einem Schiff. Je mehr ein Objekt vergrößert wird, desto schwieriger ist es, es auch noch im Blick zu behalten, deswegen ist eine 7x Vergrößerung die ideale Vergrößerung für den Gebrauch auf Booten von einer Länge bis 15 Metern.

Welche Eigenschaften sollte ein Marine-Fernglas haben?

Ferngläser von Seglern und Motorbootfahrern sind natürlicherweise größeren Strapazen ausgeliefert als Liebhabermodelle, die vor allem in der Vitrine zu Hause ihren Platz finden. Das Fernglas kann bei Seegang und Krängung leicht zu Boden fallen oder hin und her rutschen. Auch wird wie bereits beschrieben, schneller nass als im Gebrauch an Land und sollte daher vorzugshalber wasserdicht oder mindestens wasserabweisend sein.

"Ein wasserdichtes Fernglas ist ein Muss für jeden Offshore-Wassersportler!"

Ein Fernglas, das an Bord eines Bootes benutzt wird, ist immer einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit sowie Spritzwasser ausgeliefert. In Kombination mit sich ständig ändernden Temperaturen kann es bei nicht wasserfesten Ferngläsern schnell vorkommen, dass die Gläser von innen und / oder außen beschlagen und so unbenutzbar werden. Eine wasserdichte Konstruktion, mit einem inneren O-Ring, gefüllt mit trockenem Stickstoff, schützt Ihr Fernglas vor eindringender Feuchtigkeit und einem möglichen Wassereinbruch, falls das Glas Ihnen einmal über Bord fallen sollte. Deshalb empfehlen unsere SVB-Experten Ihnen, vor allem bei regelmäßigem Gebrauch auf offener See, den Kauf eines wasserdichten Glases, wie wir sie von der Marke SEATEC anbieten.

Fernglas im Wasser
Fernglas Kompass Anzeige

Welchen Vorteil haben Marineferngläser mit integriertem Kompass?

Eingebaute Kompasse, die in der Nähe des Bildes, durch das Objektiv überlagert erscheinen, machen es dem Betrachter möglich, Kurs auf ein gewähltes Objekt zu nehmen, welches mit einem normalen, tragbaren Kompass nicht sichtbar wäre. Ein Fernglas mit integriertem Kompass kann somit beim Peilen sehr hilfreich sein und die Navigation an Bord erleichtern. Wenn Sie also vor der Wahl stehen: Fernglas mit oder ohne Kompass, empfehlen unsere SVB-Experten Ihnen, bei aktiver Nutzung des Fernglases, immer die Variante mit Kompass zu kaufen.

Was ist ein Okularfokus?

Ferngläser können einen unabhängigen Okularfokus haben, welcher die Unterschiede zwischen den Augen verschiedener Benutzer des Fernglases und unterschiedlicher Abstände zum Objekt kompensiert. Bei Zentralfokus-Ferngläsern kann ein Augenteil angepasst werden um sich den unterschiedlichen Stärken Ihrer Augen anzupassen. Danach justiert ein Fokus-Knopf den Abstand beider Seiten.

Was kostet ein Marine-Fernglas?

In unserem Online Shop und im SVB-Katalog erhalten Sie sowohl Einsteigerferngläser zum kleinen Preis, Gläser im mittleren Preissegment, wie unsere SEATEC Ferngläser und teurere Qualitätsgläser der Marke Fujinon. Die Preise reichen von unter 40€ bis zu knapp tausend Euro. Generell gilt: Gute Gläser mit brillanten und kontrastreichen Darstellungen sind teuer und jede Funktion macht sich bezahlt! Für optische Höchstleistungen und eine robuste Mechanik, die auch Nässe, Kälte und Hitze dauerhaft standhält, empfehlen wir Ihnen die Auswahl eines qualitativ hochwertigen Fernglases. Der Unterschied zu einem Low-Price Produkt ist im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar und macht sich beispielsweise durch die relative Helligkeit des Bildes und die Dämmerungszahl sowie durch die Beschichtung der Objektivlinsen.

Was ist die relative Helligkeit eines Fernglases und wofür ist sie wichtig?

Mit der geometrischen Lichtstärke kann rechnerisch die Helligkeit eines Fernglases bestimmt werden, die ein Anzeichen für die Funktionalität der Optik ist. Die Helligkeit bzw. die geometrische Lichtstärke kann man anhand der Abmessungen der Fernglaskomponenten berechnen: (Objektivdurchmesser / Vergrößerung)². Man erkennt deutlich, dass ein größeres Objektiv sofort eine größere Helligkeit liefert: Ein Fernglas mit einer Objektivgröße von 30 weist eine Helligkeit von 18,3 ((30/7)²) auf, während ein Fernglas mit einer Objektivgröße von 50 eine Helligkeit von 50 ((50/7)²) aufweist! Hier erhöht sich die relative Helligkeit des Bildes um 177%! Es lohnt sich also, in ein teureres Glas mit größerem Objektiv zu investieren, um von einer stärkeren Helligkeit zu profitieren. Günstige und weniger hochwertige Objektive lassen weniger Licht zu Ihren Augen durchkommen – nämlich nur etwa 70 - 75%. Die Spitzenmodelle beispielsweise von FUJINON leisten viel mehr! Sie lassen bis zu 97% des Lichtes, welches auf das Objektiv einfällt, auch wirklich durch. Das führt dazu, dass angeschaute Objekte heller und schärfer dargestellt werden können als bei günstigeren Gläsern. Dies erleichtert nicht nur die Sicht, sondern lässt Ihre Augen auch weniger schnell ermüden.

Was sagt die Dämmerungszahl eines Fernglases aus und wie wird sie berechnet?

Die Dämmerungszahl gibt an, wie lichtstark ein Fernglas in der Dämmerung ist. Je höher die Dämmerungszahl, desto mehr Details sind auch bei schlechten Lichtverhältnissen sichtbar. Die Dämmerungszahl bei Ferngläsern berechnet sich wie folgt: √(Vergrößerung x Objektivdurchmesser). Ein Fernglas mit einer Vergrößerung von 8 und einem Objektivdurchmesser von 42 mm hat also eine Dämmerungszahl von 18,3 (8x42 = 336. √336 = 18,3). In einem Land wie Deutschland, in dem die Dämmerungszeit lang ist, macht es Sinn, sich für ein Fernglas mit hoher Dämmerungszahl zu entscheiden. In anderen Ländern oder beispielsweise in den Tropen, wo die Dämmerungszeit kurz ist, spielen Lichtstärke und Helligkeit eines Fernglases eine größere Rolle.

Welche Auswirkung hat die Beschichtung der Objektivlinsen auf die Qualität eines Fernglases?

Die Linsen von Ferngläsern erhalten während ihrer Herstellung eine chemische Beschichtung, die nicht nur vor Kratzern schützt, sondern vor allem auch die Effekte von Reflektionen verringert (Entspiegelung) und so die Lichtdurchlässigkeit der Linse erhöht. Diese Beschichtung macht sich in Form von bunten Farben bemerkbar. Je weniger Farbe man erkennen kann, desto hochwertiger ist die Beschichtung. Wenn das Licht auf die Gläser fällt, werden zwischen 5 und 10 % des Lichtes vom Glas reflektiert, welches dann folglich nicht zum Auge des Betrachters durchdringt und Objekte weniger hell, kontrastreich und scharf darstellt. Eine ideale, qualitativ hochwertige Beschichtung schafft es, diese Reflektion bis auf ein Minimum (ca. 1%) zu reduzieren.

Steiner